Öl oder Aquarell?

30.06.2016 13:57

Man kennt den Unterschied zwischen Öl und Aquarell. Öl – intensiv, deckend, dickflüssig. Aquarell – zart, hell, durchscheinend. Doch welche Farbe für welches Bild? Gibt es da Regeln? Oder ist alles erlaubt?

Der Klassiker für Aquarell sind hauchzarte, verschwommene Landschaften. Sehr viel Wasser, leicht impressionistisch, vielleicht eine Landschaft im Sommerdunst, ein nebliger See oder Blumen im Morgentau. Doch auch mit Öl lassen sich fantastische Naturmotive kreieren. Die sommerliche Landschaft wird dann sonnig und farbenfroh, der See glitzert in tiefem Blau, die Blumen leuchten in knalligen Farben.

Öl ist fantastisch für Details. Ein Blumenstrauß etwa, in dem jedes Blatt, jede Blüte liebevoll ausgestaltet ist. Oder Motive aus der Tier- und Vogelwelt: ein Wolf, ein Tiger, ein Habicht. Farbintensives Fell, kontrastreiche Federn, jeder Pinselstrich präzise und durchdacht.

Aber auch mit Aquarell lassen sich Details abbilden. Anders als mit Öl. Spannende Kontraste lassen sich, zum Beispiel, erreichen mit dem Zusammenspiel von Deckkraft und Transparenz. So heben sich dunklere, intensivere, mit wenig Wasser aufgetragene Farbelemente gut ab von einem hellen, durchscheinenden Hintergrund. Eine andere Form des Kontrastes ergibt sich durch verschiedene Schichten und Töne der intensiven, massiv aufgetragenen Aquarellfarbe.

Fazit: In der Kunst gibt es keine Regeln. Lasst eurer Phantasie freien Lauf!


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